Stolz und Vorurteil
Austen, Jane
Im Hause Bennet in Longbourn liegt ängstliche Energie in der Luft. Mit fünf Töchtern und einem Anwesen, das dem widerwärtigen Mr. Collins zufallen wird, heckt Mrs. Bennet Pläne aus, um ihre Töchter zu verheiraten, bevor die Armut sie alle ereilt. Die Ankunft zweier wohlhabender Gentlemen – des umgänglichen Mr. Bingley und seines zurückhaltenden Freundes Mr. Darcy – versetzt das Dorf in helle Aufregung. Bingley verliebt sich in die älteste Tochter, die sanfte Jane, doch Darcys schroffe Zurückweisung Elizabeths bei einem örtlichen Ball bringt ihr dauerhafte Abneigung ein.
Wickham, ein charmanter Offizier, taucht bald auf und bestätigt Elizabeths Verdacht gegen Darcy, indem er eine Geschichte von Verrat spinnt, die ihre Vorurteile noch vertieft. Als Darcy ihr einen Antrag macht, vertreibt sie seine beleidigende Beichte über ihre minderwertigen Verbindungen wütend. Doch ein Brief, den er später hinterlässt, erklärt sein Handeln: Er habe Bingley und Jane aus echter Sorge getrennt, und Wickham sei der wahre Schurke.
Gedemütigt, überdenkt Elizabeth ihre Urteile. Bei einem Besuch auf Darcys prächtigem Anwesen Pemberley erahnt sie die Güte hinter seiner Zurückhaltung, besonders als er leise ihre Schwester Lydia rettet, nachdem Wickham mit ihr durchgebrannt ist. Als sich der Staub legt, ziehen Darcys stille Hingabe und Elizabeths geschärfte Wahrnehmung sie endlich zueinander. Bingley kehrt zu Jane zurück, und der Roman endet mit Ehen, die nicht auf ersten Eindrücken gründen, sondern auf gegenseitigem Verständnis, Respekt und Liebe.
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