Nach seiner Entführung in einer gekalkten Zelle aufgewacht, geht Danglars seine Besitztümer durch: Der auf einen Kreditbrief ausgestellte Betrag von fünf Millionen Franken ist unangetastet, die Banditen verlangen ein Lösegeld. Er ist gezwungen, sich den Folgen seiner Gier zu stellen: Ihm werden Reichtum und Status genommen, er bleibt im Dunkeln hungern, während die Vergeltung des Grafen ihre letzte Stufe erreicht.
Kapitel 117 markiert den klimaktischen Höhepunkt der langen Kampagne des Grafen um Wiedergutmachung und Selbsterlösung, in dem die überlebenden Handlungsfäden des Romans in einer einzelnen, schwach beleuchteten Grotte auf der Insel Monte Cristo zusammenlaufen.
Das Kapitel beginnt mit einer ausführlichen lyrischen Beschreibung eines Mittelmeersonnenuntergangs: Das opalfarbene Licht und der „köstliche Zephir“ erzeugen eine Atmosphäre schwebender Ruhe, die die kommenden Ereignisse als Übergang zwischen zwei Existenzzuständen einrahmt.
Der Graf rettet Danglars vor dem Verhungern, gibt sich als Architekt seiner Strafe zu erkennen und vertraut Haydée dann an, dass nur ihre Liebe ihn an das Leben binden kann.
Er akzeptiert sein Schicksal – ob Belohnung oder Strafe – und gibt, als er die junge Griechin umarmt, sein Leben als Graf von Monte Cristo auf, um neu anzufangen: endlich frei von der Last der Rache, die ihn so lange definiert hat.
The original text of this work is in the public domain. This page focuses on a guided summary article, reading notes, selected quotes, and visual learning materials for educational purposes.