Der bezaubernde April cover
Class and Social Status Lesenotizen

Der bezaubernde April

Notizen, Erklärungen und Beobachtungen für ein tieferes Lesen.

Von Arnim, Elizabeth · 2005 · 14 min

Lese­notizen: Verzauberter April

Überblick über das Buch

Verzauberter April von Elizabeth Von Arnim erzählt von vier englischen Frauen, die ihren unglücklichen Ehen und ihrem erdrückenden Leben in England entfliehen, indem sie ein mittelalterliches italienisches Schloss namens San Salvatore mieten. Was als gemeinsamer Urlaub beginnt, verwandelt jede der Frauen zutiefst und führt zu Versöhnung, Romanze und neuem Lebensmut. Der Roman erkundet die Themen Befreiung, Liebe, Schönheit und die erlösende Kraft der Natur.

Hauptfiguren

Mrs. Rose Arbuthnot — Eine angesehene Persönlichkeit ihrer Gemeinde in Hampstead, bekannt für ihre karitative Arbeit. Sie lebt von dem schuldbeladenen Geld ihres Mannes Frederick, das aus dessen skandalösen Memoiren über königliche Mätressen stammt. Ihre starre Frömmigkeit hat eine emotionale Kluft zwischen ihnen geschaffen.

Mrs. Lotty Wilkins — Eine fröhliche, aber unterdrückte Ehefrau des Anwalts Mellersh Wilkins, die jahrelang zu Hause „so furchtbar brav“ war, in Italien jedoch Befreiung findet. Ihre Verwandlung von einer eingeschüchterten Ehefrau zu einer selbstbewussten, strahlenden Frau treibt einen Großteil der Handlung voran.

Lady Caroline „Scrap“ Dester — Eine schöne junge Marquise, die der unerwünschten Aufmerksamkeit der Gesellschaft entflohen ist, nachdem der Krieg den einen Mann, den sie liebte, getötet hat. Sie sucht in San Salvatore nur Einsamkeit und Anonymität, doch die Magie des Schlosses mildert schließlich ihre Isolation.

Mrs. Fisher — Eine Witwe von Prince of Wales Terrace, eine ältere Frau, die von den viktorianischen literarischen Größen besessen ist, die sie als Kind kannte. Anfangs streng und besitzergreifend, erblüht sie unter dem Einfluss des Schlosses und erlebt das, was sie „aufsteigenden Saft“ nennt.

Nebenfiguren — Mr. Mellersh Wilkins (Lottys Ehemann), Frederick Arbuthnot (Roses entfremdeter Ehemann), Thomas Briggs (der junge Besitzer von San Salvatore) und Mr. Ferdinand Arundel (ein Londoner Autor, der Scrap aufspürt).

Kapitelweise Zusammenfassung

Kapitel 2: Die geheime Sehnsucht

Mrs. Arbuthnot und Mrs. Wilkins antworten auf eine Anzeige für eine mittelalterliche italienische Burg, beide empfinden Aufregung, gemischt mit Schuldgefühlen. Mrs. Arbuthnot kämpft mit ihrem Gewissen — sie lebt von dem Geld ihres Mannes Frederick, das aus dessen schmierigen Memoiren über königliche Mätressen stammt, das sie durch wohltätige Arbeit „filtert“, um es zu reinigen. Nachdem sie ihre Anfrage an Z, Box 1000, The Times aufgegeben haben, verspüren beide Frauen das gleiche schuldbewusste Gewissen, das „allererste Mal, dass sie etwas taten, von dem ihre Ehemänner nichts wussten.“

Kapitel 3: Die Vereinbarung

Mr. Briggs, der englische Besitzer von San Salvatore, verlangt Referenzen und £60 für die Miete eines Monats. Mrs. Arbuthnot löst das Referenzproblem, indem sie einfach den vollen Betrag im Voraus bezahlt, was einen solchen Eindruck auf Mr. Briggs macht, dass er alle Referenzanforderungen fallen lässt. Um die Kosten zu senken, schaltet Mrs. Wilkins eine Anzeige für zusätzliche Mitbewohnerinnen, was Lady Caroline Dester und Mrs. Fisher anzieht. Lady Caroline sucht die Flucht vor jedem, den sie je gekannt hat; Mrs. Fisher möchte lediglich still in der Sonne sitzen und sich erinnern.

Kapitel 4: Abreise und Befreiung

Beide Frauen leiden den März hindurch unter Schuldgefühlen und Angst. Mrs. Wilkins nimmt ihren ganzen Mut zusammen, um Mellersh von ihrer Einladung zu erzählen, woraufhin er vorschlägt, sie selbst über Ostern nach Italien mitzunehmen. Es folgt ein traumatisches Kreuzverhör. Ihre Abreise vom Bahnhof Victoria ist nicht von Hochgefühl begleitet — nur von Schuld. Doch beim Überschreiten der Grenze nach Italien verblassen England, Frederick, Mellersh und alles „Triste“ wie ein Traum.

Kapitel 5: Ankunft in San Salvatore

Die beiden Frauen kommen um Mitternacht bei strömendem Regen an, klettern hastig in Beppos Kutsche und erleben eine erschreckende Fahrt, als das Pferd durchgeht. Sie folgen Domenico durch gewundene Pfade, duftende Blumen und uralte Stufen und erreichen schließlich ihre mittelalterliche Burg. Zusammen in ihrer gemieteten Villa stehend, teilen sie sich ihren ersten Kuss — Mrs. Wilkins erklärt feierlich, dass „das Erste, was in diesem Haus geschehen soll, ein Kuss sei.“

Kapitel 6: Das verzauberte Erwachen

Mrs. Wilkins erwacht in ihrem schlichten Schlosszimmer und empfindet überwältigende Freude darüber, von Mellersh befreit zu sein. Das Öffnen der Fensterläden offenbart strahlenden Aprilsonnenschein, das Meer und farbenprächtige Berge. Sie fühlt absolut keine Schuld – ihre „Tugend“ zurückgelassen wie durchnässte Kleider. Unten entdecken sie und Mrs. Arbuthnot Lady Caroline bereits im Garten sitzend, überraschend hübsch, aber kühl und reserviert, da sie früh angekommen ist, um das beste Zimmer zu beanspruchen.

Kapitel 7: Soziale Dynamik

Mrs. Fisher hat sich bereits am Kopfende des Esstisches etabliert und leitet das Frühstück mit bestimmter Gelassenheit, während sie Mrs. Wilkins vollständig ignoriert. Mrs. Wilkins und Mrs. Arbuthnot steigen in den unteren Garten hinab, schwelgen in Glyzinien, Geranien und Kirschblüten und sitzen mit bloßen Füßen im warmen Meer. Lady Caroline schmiedet Pläne, den oberen Garten als exklusiven Raum für sich zu beanspruchen, muss jedoch feststellen, dass Domenicos Anwesenheit unvermeidlich ist.

Kapitel 8: Mrs. Fishers Königreich

Mrs. Fisher mustert ihr charmantes Wohnzimmer und sichert die Zinnen gegen das Eindringen der anderen. Sie sinniert über die Überlegenheit der Vergangenheit gegenüber der Gegenwart und erinnert sich an Carlyle, Tennyson und andere viktorianische Koryphäen. Beim Mittagessen simuliert Lady Caroline Kopfschmerzen, um Gesellschaft zu vermeiden, was Mrs. Fisher veranlasst, Rizinusöl zu empfehlen, während Mrs. Wilkins darauf besteht, dass Lady Caroline einfach nur in Ruhe gelassen werden will.

Kapitel 9: Lady Carolines verborgenes Eck

Lady Caroline „Scrap“ Dester zieht sich in einen verborgenen Alkoven in der Nordwestecke zurück, versteckt durch ein dichtes Seidelbastgebüsch. Mrs. Fisher spürt sie am Geruch von Zigarettenrauch auf und hält ihr eine Standpauke über die Gesundheit. Scraps innerer Monolog offenbart, dass ihre außergewöhnliche Stimme ihr zehn Jahre unerwünschte Aufmerksamkeit von Männern eingebracht hat und der Krieg den einen Mann, den sie liebte, getötet hat. Sie enthüllt, dass ihr Zweck in San Salvatore darin besteht, „zu einem Schluss“ über ihr Leben zu kommen.

Kapitel 10: Überfließende Liebe

Mrs. Wilkins und Mrs. Arbuthnot schlendern in den unteren Garten, während Lady Caroline von oben zusieht. Die überwältigende Schönheit löst Wut und Selbstsucht auf — selbst Mrs. Fisher kann dem Frieden des Ortes nicht widerstehen. Mrs. Fisher verlangt, dass man ihr privates Wohnzimmer verlässt, doch Mrs. Wilkins meistert die Situation mit ihrer charakteristischen Anmut und führt die widerwillige Rose fort. Auf dem Weg ins Dorf gesteht Mrs. Wilkins, dass sie bereits an Mellersh geschrieben und ihn eingeladen hat, sich ihnen anzuschließen. Als sie Roses Sehnsucht nach Frederick beobachtet, drängt sie sie, sofort an ihren Mann zu schreiben.

Kapitel 11: Das erste gemeinsame Abendessen

Das erste Abendessen bringt alle vier Frauen zusammen. Lady Caroline erscheint in einem atemberaubenden muschelfarbenen Teekleid, das Mrs. Fisher empört, da sie es für „höchst unschicklich“ hält. Mrs. Wilkins verkündet, sie habe ihren Mann Mellersh eingeladen, woraufhin Mrs. Fisher erklärt, es gebe nur ein Gästezimmer, und ankündigt, sie werde ihre eigene Freundin Kate Lumley einladen. Lady Caroline unterstützt, dass Mellersh das Gästezimmer bekommt, und die Wohnungsfrage ist geklärt.

Kapitel 12: Einsame Tage und innerer Aufruhr

Die Dienstboten betrachten die vier Damen als leblos — keine Besucher, keine Ausflüge, jede Dame verbringt lange Stunden allein. Doch ihre Köpfe arbeiten ungewöhnlich hart und erzeugen klare, dünne, schnelle Träume, ganz anders als die schweren Träume daheim. Mrs. Arbuthnot findet ein verborgenes Eckchen nahe dem Ende der Landzunge, wo Eidechsen über ihre Füße huschen. Sie entdeckt, dass sie an diesem wunderschönen Ort nicht beten möchte, und die Schönheit allein lässt sie leer zurück — sie hat niemanden, mit dem sie sie teilen könnte, niemanden, der zu ihr gehört.

Kapitel 13: Die volle Gesellschaft

Rose denkt über ihre Entfremdung von Frederick nach — seine Arbeit über königliche Mätressen, ihre religiösen Überzeugungen, ihre jahrelange Distanz. Im klaren Aprillicht stellt sie sich einer quälenden Wahrheit: Frederick langweilt sich bei ihrer Religion, und bei ihr. Sie sehnt sich nach ihrem toten Baby, das ihrer nie überdrüssig geworden wäre. Unterdessen gleiten Lady Carolines Gedanken beiseite zu Mr. Wilkins und seiner erwarteten Ankunft, die sie fürchtet.

Kapitel 14: Mr. Wilkins trifft ein

Der Garten verwandelt sich – Frühlingsfreesien und Iris weichen gefüllten Banksien-Rosen und großen Sommerrosen. Mr. Wilkins trifft ein, telegraphiert statt geschrieben zu haben, was die Eile zeigt, die seine Frau vorausgesehen hatte. Scrap und Mrs. Wilkins sind enge Freundinnen geworden, obwohl Mrs. Wilkins ständig auf geheimnisvollen Ausflügen verschwindet. Mr. Wilkins bringt die Badewanne zum Explodieren, indem er den Hahn gegen die gedruckten Anweisungen zudreht, und begegnet dann Scrap auf dem Treppenabsatz, nur in ein Handtuch gehüllt. Ihr perfektes Taktgefühl – sie sagt lediglich „How do you do“, so gelassen, als trüge er alle Kleider – gewinnt ihm seine ewige Dankbarkeit.

Kapitel 15: Der tugendhafte Kreis

Mr. Wilkins fügt sich nahtlos in San Salvatore ein, und seine Freundlichkeit gegenüber Lotty wächst täglich. Sie entwickeln „einen überaus tugendhaften Kreis“ – weil er sie wie jemand Nettes behandelt, wird sie wirklich angenehm. Rose beginnt, ihre starre Haltung gegenüber Frederick zu überdenken und erkennt ihre bisherige Prüderie möglicherweise als töricht. Sie beschließt, ihm schreiben zu müssen, zögert jedoch und setzt sich wieder hin; diese Unentschlossenheiten füllen die meiste Zeit ihrer zweiten Woche. Mrs. Fisher erlebt ein beunruhigendes Gefühl von „aufsteigendem Saft“ – sie fühlt sich wieder jung – und kämpft um ihrer Würde willen dagegen an.

Kapitel 16: Sehnsucht und unerwartete Ankunft

Am ersten Tag der dritten Woche schreibt Rose an Frederick und gibt den Brief Domenico zum Aufgeben. Sofort bereut sie es und ist sicher, dass er nicht kommen wird. Während sie hoffnungsvoll auf ein Telegramm wartet, sitzt sie den ganzen Morgen auf den Felsen. Ein Telegramm trifft ein – doch es ist von Thomas Briggs, der seine bevorstehende Ankunft ankündigt. Roses Gesicht verliert jede Farbe. Briggs, auf dem Weg nach Rom, hat einen Umweg gemacht, um nach seinen Mieterinnen zu sehen, insbesondere nach der dunkeläugigen Dame mit dem süßen Namen, die in London solchen Eindruck gemacht hat. Er vergleicht sie mit einem Madonnenporträt auf seinem Treppenabsatz.

Kapitel 17: Verwandlung und Erwachen

Rose begleitet Briggs zu einem Spaziergang zum Leuchtturm. Seine offenkundige Bewunderung hilft ihr, sich von einer bitteren Enttäuschung zu erholen, ebenso wie sich Mr. Wilkins unter Lottys Einfluss verwandelt hatte. Briggs, eine Waise mit warmem häuslichem Wesen, sagt Rose, sie fühle sich „so, als käme sie nach Hause“. Beim Tee lacht Mrs. Fisher zum ersten Mal — ein Klang, der allen Anwesenden völlig neu ist. Rose erkennt, dass ihr eigenes nervtötendes Verhalten zu Mrs. Fishers früherer Kälte beigetragen haben muss. Lotty kehrt von ihrem Picknick zurück und küsst Mrs. Fisher, die tief errötet. Die Gruppe besteht darauf, dass Briggs in San Salvatore bleibt und nicht in ein Hotel geht. Dann erscheint Lady Caroline in der Tür, und Briggs erstarrt — sie ist sein Ideal vollkommener Lieblichkeit.

Kapitel 18: Die Tyrannei der Anziehung

Scrups Begrüßung verwandelt Briggs von einem fröhlichen jungen Mann in eine unbeholfene, stille, vernarrte Figur. Er erkennt alle Symptome des „beginnenden Greifers“ und zieht sich ins Haus zurück. Vor dem Abendessen flieht sie auf den Zickzackweg, wo sie nur Mr. Ferdinand Arundel begegnet, einem Londoner Autor, der sie aufgespürt hat. Scrup erkennt, dass Arundel, da er älter und weniger aktiv ist als Briggs, einen nützlichen Schutzschild abgeben wird, und lädt ihn zum Abendessen ein.

Kapitel 19: Offenbarungen und Wunder

Arundel erfindet unterhaltsame Anekdoten über Scrups Mutter, um sie bei sich auf dem Zickzackweg zu halten. Während der Haushalt das Abendessen vorbereitet, fasst Rose den Entschluss, Frederick bei ihrer Rückkehr nach Hause wegen ihrer erstarrten Existenz zur Rede zu stellen. Sie verlangt, geliebt zu werden und sich selbst zu erlauben, zu lieben. Doch als sie ins Wohnzimmer geht und Einsamkeit erwartet, entdeckt sie Frederick selbst, der am Fenster steht. Ihr Blut stockt, dann überflutet es ihr Herz mit Gewissheit. Sie schleicht zu ihm, flüstert seinen Namen und findet ihre Arme bereits um seinen Hals gelegt.

Kapitel 20: Die Wiedervereinigung

Frederick ist völlig verwirrt von Roses leidenschaftlicher Wärme nach Jahren emotionaler Distanz. Er erinnert sich, wie ihre Ehe an ihren religiösen Einwänden gegen sein Schreiben gescheitert war, doch nun empfängt sie ihn als ihren Geliebten. Er fühlt sich bei ihr sicher — sicher vor dem Altern, vor Scham, vor dem Urteil, das er bei anderen Frauen fürchtet. Briggs entdeckt sie beim Küssen und ist erstaunt zu erfahren, dass Rose einen Ehemann hat. Beim Abendessen fürchtet Frederick Lady Carolines Ankunft, da er weiß, dass sie unter dem Alias Arundel um ihn geworben hat. Doch Scrap meistert die Situation mit bemerkenswerter Gelassenheit, reicht ihm die Hand mit einem engelhaften Lächeln und bemerkt scherzhaft, sie komme zu spät zu seinem „allerersten Abend“.

Kapitel 21: Die Offenbarung des Vollmonds

Unter dem Vollmond wird der Garten verzaubert — alle Blumen erscheinen weiß, farbige Blüten existieren nur noch als Duft. Die drei jüngeren Frauen sitzen auf einer niedrigen Mauer und betrachten den riesigen Mond. Lotty flüstert, dass Rose die Liebe selbst verkörpere, und Scrap stimmt zu, dass Rose selbst unter all den bekannten Schönheiten bezaubernd sei. Scrap jedoch denkt bitter, dass die Liebe manchmal das Gegenteil bewirkt habe, als Menschen in Heilige zu verwandeln — sie sei „ein verwöhntes, ein verbittertes, ein misstrauisches und ein selbstsüchtiges altes Fräulein“ geworden. Frederick sucht Scrap auf, um ihr für die Loyalität zu danken, die sie ihm entgegengebracht hat. Mrs. Fishers Einsamkeit führt zu einer sich vertiefenden Freundschaft mit Mrs. Wilkins, da die beiden etwas Wesentliches in einander erkennen. Das Kapitel endet mit dem Garten auf dem Höhepunkt seiner weißen Blütenpracht — Lilien, Levkojen, Flieder, Akazien — und am ersten Mai bricht die gesamte Gesellschaft auf. Selbst jenseits der Tore des Anwesens bleibt der Duft der Akazien noch zurück.

Hauptthemen

Befreiung und Selbstentdeckung — Jede Frau entflieht etwas Bedrückendem zu Hause und entdeckt Aspekte ihrer selbst, die durch Jahre der Pflicht oder Trauer verborgen waren. Mrs. Wilkins legt ihre eingeschüchterte Schuld ab, Lady Caroline stellt sich der Leere ihrer gesellschaftlichen Existenz, und Rose findet endlich den Mut, nach der Liebe zu greifen, die sie verdient.

Die erlösende Kraft der Schönheit — Die natürliche Umgebung von San Salvatore — das mediterrane Licht, die duftenden Gärten, die alten Steine — bewirkt eine magische Verwandlung bei jedem, der dort weilt. Mr. Wilkins, der zu Hause unfähig zur Zärtlichkeit schien, wird fast augenblicklich umgänglich. Sogar Mrs. Fisher erlebt, was sie „aufsteigenden Saft“ nennt.

Liebe und Ehe — Der Roman erkundet mehrere Facetten der romantischen Liebe: die Versöhnung entfremdeter Ehepartner, die Verliebtheit, die ohne Vorwarnung zuschlägt, die stille Kameradschaft, die sich zwischen gleichgesinnten Seelen entwickelt, und die Selbstlosigkeit, die es der Liebe ermöglicht zu wachsen.

Einsamkeit und Gesellschaft — Lady Carolines Wunsch nach völliger Isolation steht im Gegensatz zu Mrs. Wilkins’ Aufgeschlossenheit. Der Roman deutet an, dass Einsamkeit zwar Klarheit bringen kann, aber menschliche Verbindung — aufrichtig, großzügig, uneingeschränkt — letztendlich Glück bringt.

Vergangenheit und Gegenwart — Mrs. Fishers Besessenheit von viktorianischen literarischen Größen stellt einen Rückzug aus der Gegenwart dar, während die jüngeren Frauen lernen, den lebendigen Moment anzunehmen. Der Roman schätzt letztendlich Wachstum und Verwandlung über die bequemen Gewissheiten der Vergangenheit.