Das Rámáyan des Válmíki, in englische Verse übersetzt cover
Mythologie, Legenden & Folklore

Das Rámáyan des Válmíki, in englische Verse übersetzt: Buchzusammenfassung und Leseführer

Getragen vom alten Rhythmus der Sanskrit-Verse entfaltet Valmikis Ramayana einen leuchtenden Teppich aus Mythos, Hingabe und heroischer Sehnsucht. Im Mittelpunkt steht Rama, der edle Prinz von Ayodhya, dessen Verbannung in den Wald zusammen mit seiner geliebten Frau Sita und seinem standhaften Bruder Lakshmana die Seele des Epos in Bewegung setzt. Durch Wald-Eremitagen, heilige Flüsse und schattige Wälder schildert das Gedicht eine Reise von Pflicht, Opfer und dem Schmerz der Trennung. Ravana, der zehnköpfige König von Lanka, zerstört diesen zerbrechlichen Frieden, entführt Sita über das zitternde Meer, und das Gedicht mündet in seiner großen zentralen Bewegung: der Versammlung von Verbündeten – Hanuman mit seiner donnernden Hingabe, den Affenkriegern von Kishkindha, den großen Bärenherren – und der Überquerung eines Ozeans, um die goldene Zitadelle zu stürmen. Valmikis Verse atmen Bilder des Sonnenaufgangs über dem Ganges, von Pfeilen, die wie Sonnen glühen, von Affen, die durch lichtdurchflutete Baumkronen springen, von Frauen, die um verschwundene Ehemänner weinen, und von Weisen, deren Askese die Welt der Gnade zugewandt haben. Das Gedicht ist lyrisch gewordenes dharma: eine Meditation über Königtum und Entsagung, über die Treue einer einzigen Frau, über Bruderschaft, die im Wald besiegelt wurde, und über den Gott, der in menschlicher Gestalt wandelt. Seine Stimmung wechselt von dem sanften Kummer des Abschieds zur hellen Wut der Schlacht, von der Stille des Gebets zum jubelnden Klang des Sieges. Am Ende kehrt Rama in lampenbestrahlter Herrlichkeit gekrönt nach Ayodhya zurück, doch die Verse tragen die tiefere Bedeutung, dass alle irdischen Throne vergänglich sind und dass Rechtschaffenheit nur durch die Liebe und die Klage derer fortbesteht, die sich erinnern.

Valmiki · 2008 · 15 min

Getragen vom alten Rhythmus der Sanskrit-Verse entfaltet Valmikis Ramayana einen leuchtenden Teppich aus Mythos, Hingabe und heroischer Sehnsucht. Im Mittelpunkt steht Rama, der edle Prinz von Ayodhya, dessen Verbannung in den Wald zusammen mit seiner geliebten Frau Sita und seinem standhaften Bruder Lakshmana die Seele des Epos in Bewegung setzt. Durch Wald-Eremitagen, heilige Flüsse und schattige Wälder schildert das Gedicht eine Reise von Pflicht, Opfer und dem Schmerz der Trennung. Ravana, der zehnköpfige König von Lanka, zerstört diesen zerbrechlichen Frieden, entführt Sita über das zitternde Meer, und das Gedicht mündet in seiner großen zentralen Bewegung: der Versammlung von Verbündeten – Hanuman mit seiner donnernden Hingabe, den Affenkriegern von Kishkindha, den großen Bärenherren – und der Überquerung eines Ozeans, um die goldene Zitadelle zu stürmen. Valmikis Verse atmen Bilder des Sonnenaufgangs über dem Ganges, von Pfeilen, die wie Sonnen glühen, von Affen, die durch lichtdurchflutete Baumkronen springen, von Frauen, die um verschwundene Ehemänner weinen, und von Weisen, deren Askese die Welt der Gnade zugewandt haben. Das Gedicht ist lyrisch gewordenes dharma: eine Meditation über Königtum und Entsagung, über die Treue einer einzigen Frau, über Bruderschaft, die im Wald besiegelt wurde, und über den Gott, der in menschlicher Gestalt wandelt. Seine Stimmung wechselt von dem sanften Kummer des Abschieds zur hellen Wut der Schlacht, von der Stille des Gebets zum jubelnden Klang des Sieges. Am Ende kehrt Rama in lampenbestrahlter Herrlichkeit gekrönt nach Ayodhya zurück, doch die Verse tragen die tiefere Bedeutung, dass alle irdischen Throne vergänglich sind und dass Rechtschaffenheit nur durch die Liebe und die Klage derer fortbesteht, die sich erinnern.

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