Das Rámáyan des Válmíki, in englische Verse übersetzt cover
Ependichtung, Sanskrit -- Übersetzungen ins Englische

Das Rámáyan des Válmíki, in englische Verse übersetzt

Valmikis *Ramayana* ist das grundlegende Sanskrit-Epos um den Prinzen Rama, seine hingebungsvolle Frau Sita und seinen treuen Bruder Lakshmana, die durch Exil, Entführung und einen göttlichen Krieg reisen und den ewigen Kampf zwischen dharma und adharma verkörpern.

Valmiki · 2008 · 15 min

Die Tötung Virádhas und die Dämonen von Janasthán

In den Tiefen des Daṇḍaka-Waldes begegnen die fürstlichen Wanderer dem Dämon Virádha, dessen aufragende Arme den Himmel verdunkeln, und nach einem heftigen Zusammenstoß wird das Monster gebändigt und mit vedischen Riten verbrannt, sein Geist befreit, um den Himmel zu erreichen, den er so lange ersehnt hat. Dann folgt das schicksalhafte Zusammentreffen mit Shurpanakhá, deren Erniedrigung die Zündschnur für eine weit größere Katastrophe wird. Von ihren Tränen und ihrem verletzten Stolz getrieben, senden ihre Brüder Khara und Dúshan eine Armee von vierzehntausend rákhsasas gegen die Verbannten, und der große Kampf, der folgt, ist eine der donnerndsten Szenen des Epos, in der Ráma, allein und zu Fuß, der vollen Wucht des Dämonenheeres gegenübersteht. Das Blatt des Kampfes wendet sich entscheidend im achtundzwanzigsten Gesang, als die Kämpfer von berittener Bogenschießerei auf einen engen, verheerenden Nahkampf übergehen, und die Furcht, die die himmlischen Zuschauer ergreift, weicht schließlich dem Staunen über die Kampfeskunst des Prinzen.

Ravanas Schwur und die Entführung Sitas

Im Herzen des Waldbuches, das von düsterer Stimmung erfüllt ist, wendet sich die Erzählung vom heldenhaften Triumph zur heranziehenden Verdammnis. Die vierzehntausend Toten von Janasthán liegen auf der Erde, und von diesem blutroten Feld erhebt sich eine Kette aus Ratschlägen und Folgen, die selbst bis zum Thron von Lanká reicht. Der Dämonenkönig Rávana, der zehnhalsige Herrscher, nimmt die Nachricht vom Tod seiner Brüder in sich auf und grübelt darüber nach, bis Stolz und Rache sich zu einem einzigen alles verzehrenden Ziel verweben. Über fünf Gesänge hinweg inszeniert der Dichter eine Konfrontation, die zugleich politisch, prophetisch und tragisch unvermeidlich ist: Maricha nimmt die Gestalt eines goldenen Hirsches an, dessen Flanken mit übernatürlicher Schönheit glänzen, und der Moment der Faszination zieht Ráma von Sítás Seite weg. In einer stillen Lichtung des Daṇḍaka-Waldes wird ein Moment ahnungsloser Gastfreundschaft zum Drehpunkt, um den sich das gesamte Epos dreht, und Rávana, verkleidet als wandernder Bettler, entreißt der von der Göttin gesegneten Königin ihre Freiheit und trägt sie durch die oberen Lüfte in Richtung Lanká.

Sitas Klage und der Tod von Jaṭáyus

In den oberen Himmelsregionen lässt die gefangene Sítá ihr letztes Klagen vor dem Himmel selbst ertönen, ihre klägliche Stimme erreicht die Ohren des alten Geiers Jaṭáyus, der auf einem hohen Baum sitzt. Der große Vogel steigt in gerechtem Zorn herab, doch Rávana schlägt ihn nieder, und der verwundete König der Vögel stürzt mit einem Schrei, der nicht zum Schweigen gebracht werden kann, zu Boden. Rávana, der in seiner Grausamkeit erstarkt, droht, Sítás Fleisch für sein Morgenmahl zu zerkleinern, sollte ein weiteres Jahr vergehen, ohne dass sie sich ihm unterwirft, doch die gefangene Königin antwortet mit einem Trotz, der wie heiliges Feuer brennt.

Ramas Angst und die Begegnung mit Kabandha

Das Kapitel beginnt mit Ráma im Moment der Katastrophe, sein Körper verrät ihn durch ein plötzliches Pochen in seinem linken Auge, ein Vorzeichen, das er schon mit Entsetzen deutet, noch bevor er die Schwelle seiner Waldhütte überschreitet. Stehend am Ufer des Godávarí ruft der Prinz seine verlorene Geliebte mit einem Schrei, der durch Wasser und Holz gleichermaßen hallt, sein Kummer verwandelt die Wildnis in einen Klangraum der Trauer. Die Brüder erfahren von Sítás Entführung von den sterbenden Lippen des großen Geiers Jaṭáyus, und nach der rituellen Klage begegnen sie Kabandha, einem Wesen von erstaunlichem Schrecken, dessen gähnender Rachen in einem Brustkorb ohne Kopf oder ordentliche Gliedmaßen klafft. Das monströse Wesen, durch Rámas Tapferkeit bezwungen, wird mit den gebührenden Riten verbrannt, und vom Scheiterhaufen erhebt sich ein leuchtender Geist, der die Prinzen zu den Hängen des Rishyamúka führt, wo ein sich versteckender Vánar-König ihr treuer Verbündeter werden könnte.

Die Quellen des Leids und das Bündnis mit Sugriva

Am Ufer des Flusses Pampá, wo die grausame Erneuerung des Frühlings die Verzweiflung des Exilanten vertieft, beginnt das vierte Buch mit einer Szene anhaltender Meditation: Je leuchtender die natürliche Welt wird, desto tiefer schneidet der Schmerz des Prinzen. Der verbannte Prinz, gebrochen durch die Entführung seiner geliebten Frau, steht neben seinem treuen Bruder Lakshmaṇ, und aus den Tiefen der Trauer wird er schließlich zur Schwelle der Hoffnung getragen. Am Ufer des Flusses verwandelt ein heiliger Ritus flüchtige Wanderer zu geschworenen Brüdern, und als Sugríva seine Hand in die seine legt, fühlt Ráma, nicht länger vom Exil verhüllt sondern strahlend vor Entschlossenheit, wie Freude entfacht wie das Feuer, das Hanúmán eines Tages hervorbringen wird. Der Vánar-König entfaltet die bittere Geschichte seiner eigenen unrechtmäßigen Verbannung durch die Hand seines schrecklichen Bruders Báli, und an den Hängen von Rishyamúka nagt noch Zweifel an seinem Herzen, bis Rámas Versprechen der Hilfe ihn vertreibt.

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