Victor Frankenstein, angetrieben vom Wunsch, natürliche Grenzen zu überschreiten, setzt aus toter Materie ein humanoides Wesen zusammen. Entsetzt über seine Schöpfung verlässt er sie, was das Wesen dazu bringt, Rache für seine Isolation zu suchen. Die Erzählung folgt den katastrophalen Folgen dieses zerbrochenen Bundes und führt von der eisigen Arktis bis zu den ruhigen Schweizer Alpen, während Schöpfer und Schöpfung in einem gegenseitigen Streben nach dem Untergang gefangen sind.
Allein in der öden Orkney-Hütte arbeitete Victor mit wachsendem Schrecken an dem weiblichen Wesen. Doch als die Arbeit fortschritt, drängte sich das Gewicht dessen, was er über die Welt bringen wollte, auf sein Gewissen.
Eines Abends, während er in seinem Labor auf der abgelegenen Orkney-Insel sitzt, wird Victor von einer Gedankenfolge ergriffen, die seine Arbeit unterbricht. Er erwägt die Konsequenzen der Erschaffung einer weiblichen Gefährtin und erkennt, dass sie zehntausendmal bösartiger sein könnte als das männliche Wesen, oder dass sie sich weigern könnte, das vor ihrer Geburt geschlossene Abkommen einzuhalten. Er fürchtet, dass sie einander hassen könnten, oder dass sie sich mit Abscheu von seiner Missgestalt der überlegenen Schönheit des Menschen zuwenden könnte. Noch schwerer wiegt die erschreckende Möglichkeit, dass sie eine Rasse von Teufeln auf Erden zeugen könnten, die die Existenz der menschlichen Spezies selbst in Gefahr brächte. Überwältigt von der Bosheit seines Versprechens und dem Gedanken, dass kommende Zeitalter ihn als ihre Plage verfluchen könnten, schaudert Victor. Als er aufblickt, sieht er das Ungeheuer am Fenster, ein grausiges Grinsen faltet seine Lippen, während es Victors Fortschritt beobachtet. Von einem Gefühl des Wahnsinns erfasst, zerreißt Victor das halbfertige weibliche Wesen in Stücke. Die Kreatur wird Zeuge der Zerstörung ihres künftigen Glücks und stößt einen Heul von teuflischer Verzweiflung und Rache aus, bevor sie sich zurückzieht.
Victor zieht sich in seine Wohnung zurück und verbringt eine schlaflose Nacht in der Finsternis schrecklicher Träumereien. Stunden später hört er das Geräusch von Rudern und das Knarren seiner Tür. Das Unwesen tritt ein und konfrontiert Victor mit dem gebrochenen Versprechen. Er schildert die Mühen, das Elend und die Erschöpfung, die er ertrug, um Victor zu folgen, und verlangt zu wissen, ob er es wagt, seine Hoffnungen zu zerstören. Victor bleibt standhaft und erklärt, dass er niemals ein weiteres Wesen wie ihn erschaffen werde, das an Missgestalt und Bosheit ihm gleichkäme. Wütend behauptet die Kreatur ihre Überlegenheit, doch Victor bleibt unerbittlich und weigert sich, einen Dämon freizulassen, dessen Freude am Tod liegt. Das Monster knirscht mit den Zähnen und klagt, dass zwar jeder Mensch und jedes Tier einen Gefährten habe, er aber allein sein soll. Er schwört, dass Rache ihm von nun an teurer ist als Licht oder Nahrung, und warnt Victor, dass seine Stunden in Furcht und Elend vergehen werden. Vor dem Aufbruch spricht er die erschreckende Drohung aus, dass er an Victors Hochzeitsnacht bei ihm sein werde. Victor versucht, ihn zu greifen, doch der Dämon entkommt hastig und ist schnell zwischen den Wellen verschwunden.
The original text of this work is in the public domain. This page focuses on a guided summary article, reading notes, selected quotes, and visual learning materials for educational purposes.