Der Jagd nach einem weißen Kaninchen folgt Alice in eine phantastische Welt, in der die Logik verschwindet. Sie verändert ständig ihre Größe, begegnet unhöflichen und exzentrischen Bewohnern und überlebt ein furchterregendes königliches Gerichtsverfahren, nur um zu erkennen, dass der Unsinn der Phantasie nichts weiter als ein Kartenspiel ist.
Die triefnasse Gesellschaft versammelt sich am Ufer und streitet unbehaglich darüber, wie man trocken werden kann. Die Maus, die eine autoritäre Haltung einnimmt, beginnt eine trockene Geschichte über Wilhelm den Eroberer vorzutragen, doch die Erzählung wird durch Fragen und Beschwerden des Loris und der Ente unterbrochen. Als Alice bemerkt, dass sie immer noch nass ist, unterbricht der Dodo und schlägt ein energischeres Heilmittel vor: ein Caucus-Rennen.
Der Dodo markiert eine kreisförmige Strecke, auf der die Teilnehmer wann immer sie wollen starten und anhalten. Nach einer halben Stunde Laufens sind sie trocken, und der Dodo erklärt das Rennen abrupt für beendet. Da kein Gewinner ermittelt werden kann, verkündet der Dodo feierlich, dass jeder gewonnen hat, und fordert Preise. Alice holt eine Schachtel mit Zuckermandeln aus ihrer Tasche und verteilt an jedes Tier eine. Der Dodo besteht dann darauf, dass Alice ebenfalls einen Preis erhalten muss, und sie nimmt feierlich ihren eigenen Fingerhut von dem Vogel zurück.
Nachdem die Zuckermandeln gegessen sind, bittet Alice die Maus, ihre Geschichte zu erzählen, und flüstert, um Katzen und Hunde nicht zu erwähnen. Die Maus beginnt eine Geschichte über einen Wiesel und eine Maus, doch Alice wird durch die Form des Mausschwanzes abgelenkt und verwechselt die Geschichte mit der Anatomie des Tieres. Sie bietet an, einen „Knoten“ in der Geschichte zu lösen, was die Maus als Beleidigung auffasst. Das Nagetier stürmt wütend davon, während der Lori und eine Krabbe ungewollte Ratschläge zum Temperament erteilen.
In dem Wunsch, dass ihre Katze Dinah anwesend wäre, um die Maus zu holen, beschreibt Alice dem Lori Dinahs Geschick beim Fangen von Vögeln und Mäusen. Diese Beschreibung löst unter der gefiederten Gesellschaft sofortige Panik aus. Die Vögel eilen unter verschiedenen Vorwänden auseinander und lassen Alice allein und melancholisch zurück. Sie weint vor Einsamkeit, bis sie in der Ferne trippelnde Schritte näherkommen hört.
Die trippelnden Schritte gehören zum Weißen Kaninchen, das die weinende Alice für sein Hausmädchen Mary Ann hält und ihr befiehlt, seinen verlorenen Fächer und seine Handschuhe aus seinem nahegelegenen Haus zu holen.
Alice trifft erneut auf das Weißen Kaninchen, das ängstlich nach seinem verlorenen Fächer und seinen Handschuhen sucht. Das Kaninchen hält sie für sein Hausmädchen Mary Ann und befiehlt ihr, die Dinge sofort zu holen. Verängstigt, aber folgsam, rennt Alice zum Haus des Kaninchens und betritt es, ohne zu klopfen. Sie findet den Fächer und die Handschuhe in einem Schlafzimmer, entdeckt aber auch eine unbeschriftete Flasche. In der Hoffnung, wieder groß zu werden, trinkt sie sie, aber die Wirkung ist weit stärker als erwartet. Ihr Kopf stößt gegen die Decke, was sie zwingt, sich hinzuknien, und sie dehnt sich weiter aus, bis sie mit einem Ellbogen gegen die Tür und einem Fuß den Schornstein hinauf liegen muss, während sie den Raum völlig ausfüllt.
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