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Dangerous Knowledge

Frankenstein; or, the modern prometheus

Der Ehrgeiz eines jungen Wissenschaftlers, Leben zu erwecken, erschafft ein empfindungsfähiges Wesen, dessen Ablehnung durch die Menschheit in einen Kreislauf der Rache mündet, der den Schöpfer und alle, die er liebt, vernichtet.

Shelley, Mary Wollstonecraft 1993 74 min

Victor Frankenstein, angetrieben vom Wunsch, natürliche Grenzen zu überschreiten, setzt aus toter Materie ein humanoides Wesen zusammen. Entsetzt über seine Schöpfung verlässt er sie, was das Wesen dazu bringt, Rache für seine Isolation zu suchen. Die Erzählung folgt den katastrophalen Folgen dieses zerbrochenen Bundes und führt von der eisigen Arktis bis zu den ruhigen Schweizer Alpen, während Schöpfer und Schöpfung in einem gegenseitigen Streben nach dem Untergang gefangen sind.

Angetrieben von einem chaotischen Sturm der Gefühle brach Victor abrupt in die Alpentäler auf, in der Hoffnung, sich in der Erhabenheit und Zeitlosigkeit der Landschaft zu verlieren. Er steuerte seinen Kurs nach Chamounix, eine Region, die er aus seiner Jugend kannte. Als er die Schlucht der Arve hinaufstieg, riefen die kolossalen Gipfel und tosenden Gewässer eine Macht hervor, die dem Göttlichen glich, und er hörte vorübergehend auf, ein Wesen zu fürchten, das weniger allmächtig war als der Schöpfer. Die erhabene Vision des Mont Blanc und der Gletscher überwältigte ihn mit Ehrfurcht. Die Reise weckte kurze, flackernde Freuden und Erinnerungen an das Glück der Jugend, als ob die natürliche Welt ihm befahl, nicht mehr zu weinen. Doch diese gnädigen Zwischenspiele waren flüchtig; er wurde immer wieder an sein Elend gekettet, trieb abwechselnd sein Reittier voran oder brach vor Entsetzen auf dem Rasen zusammen. Völlig erschöpft an Körper und Geist erreichte Victor das Dorf Chamounix. Er beobachtete das Blitzspiel über dem Mont Blanc und lauschte dem rauschenden Fluss, der seine zerrütteten Nerven beruhigte. Endlich legte er seinen Kopf auf das Kissen und umarmte den Schlaf, der ihm das Vergessen schenkte.

Victors Reise nach Chamounix hatte ihm durch die erhabene Kraft der Alpenlandschaft eine kurze Atempause gewährt. Doch die Einsamkeit, die er unter den Gletschern suchte, würde keinen Frieden bringen, sondern eine Konfrontation mit genau dem Wesen, dessen Existenz all sein Leid verursacht hatte.

Victor verbrachte den folgenden Tag damit, durch das Tal zu streifen und vorübergehenden Trost in den erhabenen und großartigen Szenen der majestätischen Natur zu finden. Die eisigen Wände des Gletschers und das feierliche Schweigen der Berge hoben ihn über seine Trauer, bezwangen seinen Schmerz und erlaubten ihm einen friedlichen Schlummer. Doch der nächste Morgen brachte dunkle Melancholie, als Regen und dichter Nebel die Gipfel verhüllten. Entschlossen, den nebligen Schleier zu durchdringen, fasste Victor den Beschluss, allein zum Gipfel des Montanvert aufzusteigen, auf der Suche nach der einsamen Erhabenheit, die ihn einst mit ekstatischer Begeisterung erfüllt hatte.

Der Aufstieg war steil und einsam, gezeichnet von Spuren winterlicher Lawinen und gefährlichen Schluchten, in denen der leiseste Laut Verderben auslösen konnte. Trotz der Düsternis schritt Victor voran und sinnierte über die Vergänglichkeit menschlicher Existenz. Als er den Gipfel erreichte, vertrieb eine Brise die Wolken und enthüllte ein gewaltiges Eismeer. Beim Anblick dieser wunderbaren Szene schwoll Victors kummervolles Herz vor Freude an, und er rief den wandernden Geistern einen Moment des Glücks zu.

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