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Dangerous Knowledge

Frankenstein; or, the modern prometheus

Der Ehrgeiz eines jungen Wissenschaftlers, Leben zu erwecken, erschafft ein empfindungsfähiges Wesen, dessen Ablehnung durch die Menschheit in einen Kreislauf der Rache mündet, der den Schöpfer und alle, die er liebt, vernichtet.

Shelley, Mary Wollstonecraft 1993 74 min

Victor Frankenstein, angetrieben vom Wunsch, natürliche Grenzen zu überschreiten, setzt aus toter Materie ein humanoides Wesen zusammen. Entsetzt über seine Schöpfung verlässt er sie, was das Wesen dazu bringt, Rache für seine Isolation zu suchen. Die Erzählung folgt den katastrophalen Folgen dieses zerbrochenen Bundes und führt von der eisigen Arktis bis zu den ruhigen Schweizer Alpen, während Schöpfer und Schöpfung in einem gegenseitigen Streben nach dem Untergang gefangen sind.

Mit Justines Hinrichtung trug Victor die Last von zwei Toden, von denen er wusste, dass sie sein Werk waren, doch er blieb unfähig, die Wahrheit zu sprechen, die sie hätte retten können. Die Trauer seiner Familie spiegelte die Verwüstung wider, die sein Geheimnis angerichtet hatte, und dieser angesammelte Schmerz würde ihn bald in die Alpentäler treiben, auf der Suche nach Linderung.

Nach Justines Hinrichtung ertrug Victor eine erstarrte Verzweiflung, die qualvoller war als der vorhergehende Aufruhr. Er irrte wie ein unheilvoller Geist umher, mied menschlichen Kontakt und fand Trost nur in tiefer, totenähnlicher Isolation. Seine einst wohlwollenden Bestrebungen waren ruiniert, verdrängt durch eine Schuld, die ihn in ein Reich unerträglichen Leidens stürzte. Sein Vater versuchte, ihn mit Logik und Standhaftigkeit zu trösten und drängte ihn, seine Trauer um der Pflicht willen zu mäßigen. Doch dieser Rat war für Victor nutzlos, dessen Qual durch das geheime Entsetzen vergiftet war, das er in sich barg; er konnte nur mit einem stummen Blick der Hoffnungslosigkeit antworten.

Die Familie zog sich in ihren Wohnsitz in Belrive zurück, wo Victor eine düstere Freiheit auf dem See suchte. Er verbrachte Stunden auf dem Wasser, häufig versucht, sich in die stillen Tiefen zu stürzen, um seinem Elend ein Ende zu setzen. Er unterdrückte diese Impulse nur, indem er sich an Elizabeth, seinen Vater und Ernest erinnerte und erkannte, dass er sie nicht der Gnade des Dämons ausliefern konnte, den er losgelassen hatte. Das Haus blieb ein Ort tiefer Trauer, wo Elizabeth ihre Desillusionierung äußerte, die Menschheit als monströs wahrnahm und das Gefühl hatte, als würde sie an einem Abgrund entlangschreiten. Sie schwor, dass sie niemals den Platz mit dem elenden Mörder tauschen würde, der der Gerechtigkeit entgangen war. Als Victor ihre Worte hörte, empfand er scharfe Folter, sich vollends bewusst, dass er im Geiste der wahre Mörder war. Selbst während sie sprach, näherte er sich ihr in Angst, fürchtend, dass das Scheusal sie in diesem Augenblick entreißen könnte.

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