Lintons Ankunft und Abreise: Das Zerfallen der Familienbande
Die Kapitel 19 und 20 von Sturmhöhe verfolgen den kurzen, tragischen Besuch des jungen Linton Linton auf Thrushcross Grange und seine erzwungene Verlegung nach Wuthering Heights, womit Emily Brontës Auseinandersetzung mit Erbrecht, Verletzlichkeit und den grausamen Machenschaften von Heathcliffs Rache vorangetrieben wird. Das Kapitel beginnt mit einem düsteren Ton: Isabella Heathcliff ist verstorben, und ihr Bruder Edgar schreibt an seine Haushälterin Nelly und bittet um Trauervorbereitungen für seine Nichte sowie Unterkünfte für seinen jungen Neffen. Der Tod beeinträchtigt Edgars Seelenfrieden kaum, doch er ermöglicht es Heathcliff, seinen Sohn als Druckmittel in seinen fortlaufenden Machenschaften gegen die Familie Linton einzusetzen. Der junge Linton erweist sich als bleiches, kränkliches Wesen, das sich im Temperament grundlegend von seiner Mutter Isabella unterscheidet, aber ihre Verletzlichkeit teilt. Seine Ankunft auf dem Grange löst eine Reihe von Konflikten aus, die in einer Tragödie gipfeln werden, da Heathcliffs Manipulation der Krankheit und Abhängigkeit seines eigenen Sohnes zu einer Waffe gegen Edgar und Catherine wird. Die erzwungene Rückkehr des Jungen nach Wuthering Heights, die Heathcliff durch rechtliche Manipulationen und Drohungen eingefädelt hat, zeigt, wie gründlich Heathcliff gelernt hat, die Schwächen seiner Feinde auszunutzen. Linton stirbt innerhalb weniger Monate nach dieser Verlegung, sodass Catherine zum einzigen Ziel von Heathcliffs Rache wird.
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