Tod und die Folgen
In der Nacht, in der Catherine Earnshaw Linton stirbt, bringt sie vorzeitig eine sieben Monate alte Tochter zur Welt – ein schwaches, schmächtiges Kind, das niemand mit Freude willkommen heißt. Zwei Stunden nach der Geburt dieses unerwünschten Kindes stirbt Catherine, ohne jemals wieder genug Bewusstsein zu erlangen, um nach Heathcliff zu rufen oder ihren Mann Edgar zu erkennen. Nelly, die Erzählerin, beschreibt Edgars tiefe, anhaltende Trauer, die durch den Verlust seines Erben noch verstärkt wird. Der vernachlässigte Beginn der Waise wird letztendlich durch Liebe wiedergutgemacht, aber diese ersten Stunden ihres Lebens heben die Tragödie hervor, die ihre Geburt umgibt. Heathcliff bittet indes um einen letzten Blick auf Catherines Gesicht, und als er ihren Körper sieht, erklärt er, dass er nie zur Ruhe kommen wird, bis er im Tod mit ihr vereint ist. Seine Trauer äußert sich nicht als Zärtlichkeit, sondern als ein schrecklicher, alles verzehrender Hunger, der sein Handeln für den Rest des Romans antreiben wird.
Isabellas Flucht und die gewalttätige Nacht auf Wuthering Heights
Dieses zentrale Kapitel schildert Isabella Heathcliffs dramatische Flucht von Wuthering Heights und ihren erschütternden Bericht über die Gewalt, die ihre Abreise verursachte. Die Erzählung beginnt mit einem auffälligen Wetterumschwung – der Sommer weicht plötzlich dem Winter –, der als starkes atmosphärisches Korrelat für die emotionale Verödung dient, die sich nun entfalten wird. Die unter winterlichen Schneewehen begrabenen Primeln und Krokusse spiegeln den geistigen Tod wider, der seit Catherines Tod sowohl Thrushcross Grange als auch Wuthering Heights durchdrungen hat.
Diese Fortsetzung von Kapitel XVII spinnt mehrere der dunkelsten Handlungsfäden des Romans weiter und verwebt Isabellas rachsüchtige Impulse, den tragischen Höhepunkt von Hindleys Verfall und Heathcliffs kalkulierte Machtübernahme auf Wuthering Heights miteinander. Isabellas Flucht, bei der sie aus einem Obergeschossfenster springt und über die Moore zu Thrushcross Grange flieht, markiert ihre Verwandlung von Opfer zu Überlebender. Sie trägt nicht nur körperliche Narben mit sich, sondern auch die Entschlossenheit, Heathcliffs Grausamkeit der Welt offenzulegen. Doch ihre Racheversuche erweisen sich als vergeblich, und sie stirbt, bevor sie auch nur irgendeine Gerechtigkeit erreichen kann. Hindleys Tod, der kurz darauf eintritt, beseitigt das letzte Hindernis für Heathcliffs vollständige Herrschaft über Wuthering Heights, da er durch Spielschulden, die sich während Hindleys betrunkenen Zuständen angehäuft haben, die Kontrolle übernimmt.
Cathys Kindheit und die Reise nach Wuthering Heights
Die zwölf Jahre nach der vorherigen unruhigen Zeit erweisen sich als die glücklichsten in Mrs. Deans Leben, die nur durch Cathys geringfügige Kinderkrankheiten getrübt werden. Nach den ersten sechs Monaten gedeiht das Kind sowohl körperlich als auch geistig, es läuft und spricht, bevor die Heide wieder über Mrs. Lintons Grab blüht. Die junge Catherine entpuppt sich als gewinnende Erscheinung, die Sonnenschein in das ansonsten trostlose Haushalt bringt – eine wahre Schönheit mit den dunklen Augen der Earnshaws, kombiniert mit der hellen Haut, den feinen Gesichtszügen und dem sanften Wesen der Lintons. Edgar, seiner Tochter hingegeben, widmet sich ihrer Erziehung mit einer Intensität, die an Besessenheit grenzt, und schützt sie vor Kenntnis der dunkleren Aspekte ihrer Herkunft und der Existenz der Heathcliffs auf Wuthering Heights. Diese schützende Blase des häuslichen Glücks wird schließlich platzen, wenn Catherine, nun sechzehn Jahre alt, die Existenz ihres Cousins Linton entdeckt und verlangt, ihn zu treffen.
Lintons Ankunft und Abreise: Das Zerfallen der Familienbande
Die Kapitel 19 und 20 von Sturmhöhe verfolgen den kurzen, tragischen Besuch des jungen Linton Linton auf Thrushcross Grange und seine erzwungene Verlegung nach Wuthering Heights, womit Emily Brontës Auseinandersetzung mit Erbrecht, Verletzlichkeit und den grausamen Machenschaften von Heathcliffs Rache vorangetrieben wird. Das Kapitel beginnt mit einem düsteren Ton: Isabella Heathcliff ist verstorben, und ihr Bruder Edgar schreibt an seine Haushälterin Nelly und bittet um Trauervorbereitungen für seine Nichte sowie Unterkünfte für seinen jungen Neffen. Der Tod beeinträchtigt Edgars Seelenfrieden kaum, doch er ermöglicht es Heathcliff, seinen Sohn als Druckmittel in seinen fortlaufenden Machenschaften gegen die Familie Linton einzusetzen. Der junge Linton erweist sich als bleiches, kränkliches Wesen, das sich im Temperament grundlegend von seiner Mutter Isabella unterscheidet, aber ihre Verletzlichkeit teilt. Seine Ankunft auf dem Grange löst eine Reihe von Konflikten aus, die in einer Tragödie gipfeln werden, da Heathcliffs Manipulation der Krankheit und Abhängigkeit seines eigenen Sohnes zu einer Waffe gegen Edgar und Catherine wird. Die erzwungene Rückkehr des Jungen nach Wuthering Heights, die Heathcliff durch rechtliche Manipulationen und Drohungen eingefädelt hat, zeigt, wie gründlich Heathcliff gelernt hat, die Schwächen seiner Feinde auszunutzen. Linton stirbt innerhalb weniger Monate nach dieser Verlegung, sodass Catherine zum einzigen Ziel von Heathcliffs Rache wird.
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