Nick Carraway zieht 1922 nach New York und verstrickt sich in das Leben seines wohlhabenden Nachbarn Jay Gatsby und seiner Cousine Daisy Buchanan. Als Gatsbys opulente Partys und seine verborgene Vergangenheit enthüllt werden, führt sein verzweifeltes Bemühen, die Geschichte mit Daisy neu zu schreiben, zu Gewalt, Verrat und dem Zusammenbruch des amerikanischen Traums.
Die wahre Geschichte jenen Sommers begann, als Nick über die Bucht fuhr, um mit seiner Cousine Daisy Buchanan und ihrem Mann Tom zu speisen, einem ehemaligen Kommilitonen von Yale. Tom war ein gefeierter Footballspieler im College gewesen, eine Figur athletischen Ruhms, deren späteres Leben Nick als eine allmähliche Antiklimax erschien. Die Buchanans waren immens reich, sie zogen von Ort zu Ort mit ihren Polopferden auf der Suche nach Zerstreuungen, die die Intensität von Toms Jugend wiederherstellen könnten. Ihr Anwesen in East Egg war ein großartiger georgianischer Kolonialbau, dessen Rasen sich in einer Demonstration gepflegten Überflusses zum Wasser hinaufzog.
Tom traf Nick auf der Veranda, ein stämmiger Mann, dessen helles Haar verblasst war und dessen Verhalten eine aggressive Selbstsicherheit ausstrahlte. Sein Körper ließ coiled power vermuten, und seine Stimme trug einen Ton gewohnheitsmäßiger Autorität. Er zeigte das Anwesen mit besitzergreifendem Stolz, bevor er Nick hineinführte. Dort, in einem hellen, winddurchfluteten Zimmer, fand Nick Daisy und ihre Freundin Jordan Baker vor. Daisy erhob sich, um ihn mit begeisterten Ausrufen zu begrüßen, ihre Stimme hatte eine musikalische Qualität, die Aufregung und Intimität zu versprechen schien. Jordan hingegen lag reglos auf einem Sofa, ihr Kinn nach oben geneigt, als balanciere sie einen unsichtbaren Gegenstand, und sie acknowledgte Nicks Anwesenheit nur mit dem flüchtigsten Nicken.
Die vier gingen auf die Veranda hinüber, die auf das Wasser hinausblickte, um vor dem Abendessen Cocktails zu trinken. Daisy beschwerte sich verspielt über die Kerzen auf dem Tisch und lenkte die Aufmerksamkeit auf einen Bluterguss an ihrem Finger, den sie Toms Ungeschicklichkeit zuschrieb und ihn einen Rohling nannte. Tom protestierte gegen diese Charakterisierung, doch der Austausch trug unter seiner Leichtfertigkeit eine scharfe Kante. Das Gespräch wandte sich, als Tom begann, ein Buch zu erörtern, das er gelesen hatte, ein Werk, das angeblich bewies, dass die weiße Rasse vor dem Aussterben stehe, wenn sie nicht ihre Vorherrschaft durchsetze. Seine Ernsthaftigkeit beim Vortragen dieser rassistischen Theorien kam Nick sowohl pretentiös als auch erbärmlich vor, ein Versuch, seinen vagen Ängsten intellektuelle Substanz zu verleihen.
Ein Butler unterbrach, um einen Telefonanruf anzukündigen, und Tom verließ den Tisch. In seiner Abwesenheit lehnte sich Daisy zu Nick hinüber und begann, eine belanglose Geschichte über den früheren Beruf ihres Butlers zu erzählen, ihre Stimme hell mit erzwungener Lebhaftigkeit. Jordan beobachtete den Raum mit wissenden Augen. Als Tom zurückkehrte, hatte sich die Stimmung verschoben; die Unterbrechung hatte eine Bruchlinie in der Oberfläche des Abends aufgedeckt. Ein weiterer Anruf kam, und Tom ging wieder. Diesmal sprach Jordan Klartext: Tom hatte eine Beziehung mit einer anderen Frau, jemandem in der Stadt. Die Telefonanrufe kamen von ihr.
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