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Boys and Girls Bookshelf; ein praktischer Plan zur Charakterbildung, Band I (von 17) Spaß und Gedanken für kleine Leute

Band I einer siebzehnteiligen Anthologie vereint Gedichte, Fabeln, Märchen und sanfte Erzählungen beliebter Autoren, um junge Leserinnen und Leser zu unterhalten und zugleich die frühesten Samen für Charakter und Vorstellungskraft zu legen.

Various · 2008 · 7 min

Baums „Juggerjook“ beginnt mit dem weißen Kaninchen Fuzzy Wuz, das darum bettelt, mit dem roten Eichhörnchen Chatter Chuk spazieren gehen zu dürfen. Frau Wuz warnt: Meide Juggerjooks Höhle, achte auf die Sonne, ignoriere Chatters Streiche. Chatter verspottet ihre Vorsicht; seine Verwandten rufen „Eichhörnchen rot, Vorwärts, vorwärts! Schau dir die Welt an, so hell und fröhlich.“ Sie schleichen zur Höhle; Chatter deutet durch das Blattwerk auf eine Lichtung, die mit sonnengebleichten Schädeln übersät ist. Fuzzy flieht, taub für seine Warnungen. Später, von Karotten angelockt, schleicht sie unter eine deckellose Kiste, die auf einem Pflock über saftigen gelben Karotten balanciert; beim Ziehen an der Schnur wird sie gefangen. Chatter stürmt nach Hause, überzeugt davon, dass Juggerjook zugeschlagen hat. Frau Wuz schleppt ihn im Morgengrauen zurück. Die Kiste steht auf einem flachen Stein; er nagt hektisch, bis Fuzzys Nase hindurchpasst – da fällt ein Netz und ein Mann ruft „Gefangen! Und so sauber wie am Schnürchen dazu!“ Fuzzy stürmt direkt hinein. Mann und Junge Charlie erschließen aus dem ange nagten Holz einen Rettungsversuch und lachen über deren Klugheit. Charlie murmelt, er wolle sie nicht behalten; der Mann erwidert, sie würden ein gutes Essen abgeben.

Kapitel VIII

Der Wald hielt den Atem an, als der kleine Charlie zu seinem Vater aufblickte, die Lippe zitternd. Im Netz befanden sich eine Kaninchenmutter, ihr Junges und ein Eichhörnchen, das hatte helfen wollen. „Ich könnte sie nicht zum Abendessen essen, Papa“, flehte Charlie. „Nicht das Mama-Kaninchen und das Kleine, das sie zu retten versuchte. Und auch nicht das liebe kleine Eichhörnchen, das ihnen helfen wollte. Lass—lass—lass sie gehen!“

Der Mann lächelte über das eifrige Gesicht seines Sohnes. „Was wird Mama sagen, wenn wir ohne Abendessen zurückkommen?“ „Sie wird sagen, dass eine gute Tat besser ist als ein gutes Abendessen“, antwortete Charlie. Der Mann streichelte den lockigen Kopf und überreichte ihm das Netz. Charlie öffnete es weit, und die Gefangenen schnappten nach Luft, schossen durch die Maschen und verschwanden in den Büschen. Vater und Sohn gingen schweigend nach Hause.

In seinem Bau zitterte das Eichhörnchen Chatter Chuk angesichts seiner Gefahr und schwor, dem alten Juggerjook aus dem Weg zu gehen. Seine Mutter, Fuzzy Wuz, kuschelte sich an ihn und wunderte sich, warum die grimmigen Menschen sie verschont hatten. „Menschen sind sonderbare Wesen“, sagte sie, „und handeln oft mit mehr Weisheit, als wir ihnen zutrauen.“

Das kleine graue Kätzchen

Ein kleines graues Kätzchen wanderte weit weg von zu Hause umher und war einsam ohne seine Geschwister. Das einzige Wort, das es kannte, war „Miau“ – zu Hause verstanden, anderswo bedeutungslos. Es fragte einen Regenwurm (der wegkroch), einen Schmetterling (der davonflog), ein Rotkehlchen (das zwitscherte und die Flügel ausbreitete), einen schwarzen Hund (dessen Bellen es in die Flucht schlug) und eine rote Kuh (deren „Muh, muh-uh!“ es über einen Zaun in ein Blumenbeet trieb). Dort lief ein lächelndes kleines Mädchen herbei, als Einzige, die es verstand. Sie fing das flauschige Kätzchen: „Ich werde dich direkt mit zu mir nach Hause nehmen, damit du bei mir lebst.“ Das Kätzchen schnurrte – es hatte ein Zuhause gefunden.

Pussys Räder

Annie W. McCullough fragte sich, worüber ihre geliebte Katze wohl nachdenken mochte – Fleisch, Sahne, die Heubodenecke, Mäuse, Bäume, Gras oder ihren rollenden Ball. „Ich hoffe, du denkst manchmal an mich, weil ich dich sehr liebe. / Und wie ich weiß, dass du nachdenkst (das ist ein Geheimnis, das ich entdeckt habe), / Ist, weil ich nah an meinem Ohr deine Gedankenräder sich drehen höre.“

Die kleine graue Maus

Nathan Haskell Dole erzählte von einer kleinen grauen Maus, die nach Osten, Westen, Norden, Süden rannte, auf der Flucht vor den furchtbaren Zähnen des Kätzchens. Das Kätzchen fand es amüsant und schlug die keuchende Maus jedes Mal zurück, wenn sie fast entkommen war. Aber sie wurde eitel – drehte den Kopf, schloss die Augen – und die Maus schoss den Kamin hinauf, außerhalb der Reichweite der Verfolgung. Ihr blieb nichts anderes übrig als „Miau—uh—uh—uh!“

Das Kaninchen, die Schildkröte und die Eule

Ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge standen auf dem Maisfeld, mit Garben, die wie Wigwams aussahen, und gelben Kürbissen auf dem Boden. Die Schildkröte war aus dem Bach gekrochen, das Kaninchen saß mit aufgerichteten Ohren auf dem Abhang, und die schläfrige Eule regte sich hinter ihrem Astloch. Die Kinder planten ein Erntedankfestessen mit einem Kürbistisch am Baum der Eule und drei Kürbishockern: Petersilie für das Kaninchen, ein Pilz für die Schildkröte, Brot für die Eule. Als sie bei Mondschein von ihrer Großmutter zurückkamen, beobachteten sie, wie das Kaninchen mit aufgerichteten Ohren Petersilie fraß, die Schildkröte sich aus ihrem Panzer streckte, um zu knabbern, und die Eule Brot fraß. „Oh, ist das nicht schön!“ „Schön!“ flüsterten sie.

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